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Finger am Abzug

Der Ausdruck Klumpenrisiko ist ein bekanntes Phänomen der Kapitalanlage. Seit kurzem wird er öfters im Zusammenhang mit US-Aktien benutzt.

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Aufgrund der akuten Schwächephase der amerikanischen Indizes – inklusive der bisherigen Überflieger des Technologiebereichs – sehen sich die dort stark übergewichteten Anleger plötzlich mit erheblichen Buchverlusten konfrontiert. Das nächste Opfer von Donald Trumps erratischer Zollpolitik ist wohl die deutsche Autoindustrie. Insofern wird das US-Risiko auch außerhalb des eigenen Landes schlagend.

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Wendig im Hype

In dieser Situation raten Boulevard-„Experten“ zum schnellen Umschichten in den aktuellen Hype der europäischen Rüstungsaktien. Keine Frage, es gibt gute Argumente für deren Momentum. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben sich zu einer massiven Aufrüstung committet und stellen dafür Hunderte Milliarden von Euro zur Verfügung. Entsprechend sind die Auftragsbücher des italienischen Wehrtechnikherstellers Leonardo oder einer ThyssenKrupp – mit ihrer Marine- und U-Boot-Sparte – prall gefüllt. Doch, wenn Aktien wie Rheinmetall in aller Munde sind, selbst Taxifahrer darüber reden und es sie sogar auf die Titelseite der Bild-Zeitung schaffen, sollte man hellhörig werden. Denn dann könnte der Boom schon nahe einem (Zwischen-)Hoch sein. Insofern macht es Sinn, mit jenen Tradern zu investieren, die erfahren genug sind, um nicht nur das Ende eines solchen Megatrends, sondern auch den Beginn des nächsten zu erkennen.

Bunter Strauß von Performern

Apropos Trend, Franz Hinterwirth hat sich in seinem wikifolio Trend links unten-rechts oben genau dies zur Aufgabe gemacht. Er sucht die perfekte Aufwärtsbewegung, die aber vor allem längerfristig ausgerichtet ist. Neukäufe werden erst dann realisiert, wenn der Aktienkurs ein neues 52-Wochen-Hoch generiert hat. Im Umkehrschluss werden Bestandsaktien verkauft, sobald sie ihren langfristigen Aufwärtstrend verlassen oder sich schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln. Hinterwirth möchte in der Regel vollinvestiert sein, außer in Bärenmärkten. Aktuell sitzt er auf 3,2 % Cash. Das wikifolio besteht zu 67 % aus sage und schreibe 148 Einzelwerten. Selbstredend finden sich darunter mit Rheinmetall und Leonardo auch derzeit beliebte Rüstungsaktien. High-Perfomer sind daneben MercadoLibre, Nvidia und Visa. Mit 46 ETFs, die rund 30 % ausmachen, ist Hinterwirth maximal breit aufgestellt und muss sich über ein mögliches Klumpenrisiko keine Sorgen mehr machen. Als Informationsquellen dienen ihm diverse Finanzportale im Internet, welche ihm die gewünschten Chartsignale liefern. Seit der Auflegung im August 2014 hat er eine beeindruckende durchschnittliche Jahresperformance von +14,9 % erzielt, was zu einem Gesamtzuwachs von +332 % geführt hat.

Chart

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DAX
MDAX
SDAX
CDAX
EURO STOXX 50
Nasdaq 100

Kennzahlen

  • +322,7 %
    seit 20.08.2014
  • EUR 78.529,02
    Investiertes Kapital
  • +24,6 %
    Performance (1 J)
  • 21,8 %
    Volatilität (1 J)
Ø-Perf. pro Jahr: +14,8 %

Zukunftsaktien mit Auszahlungsautomatik

Auch Philipp Haas fühlt sich in einem stärker diversifizierten wikifolio wohl. In Nachhaltige Dividendenstars managt er derzeit 77 reine Aktienpositionen. Gelegentlich streut er noch ETFs ein. Es fällt auf, dass ein Großteil seines Bestands eher Nebenwerte sind wie mwb fairtrade, ProCredit Holding und Kontron. Allerdings ist er ebenfalls in die Rüstungsschmieden Rheinmetall und Leonardo investiert und schließt auch Blue Chips nicht komplett aus. Der Cash-Anteil von 1 % ist vernachlässigbar. Haas‘ Anlagestrategie ist eher allgemein angelegt und verliert sich nicht in konkreten Chartsignalen oder Fundamentalanalysen. Stattdessen bewertet er die Zukunftsaussichten unabhängig von Branche oder Landeszugehörigkeit. Dazu sollte ein Unternehmen über Wachstumspotenzial und eine nachhaltige Profitabilität verfügen. Besonders großen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat die Dividendenrendite. Diese allein reicht jedoch nicht, falls die Zukunft des Geschäftsmodells fraglich ist. Mit einer grundsoliden durchschnittlichen Jahresperformance von +13,6 % hat er seit dem Start im Juli 2013 einen Gesamtgewinn von +340 % realisiert.

Chart

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DAX
MDAX
SDAX
CDAX
EURO STOXX 50
Nasdaq 100

Kennzahlen

  • +325,2 %
    seit 19.07.2013
  • EUR 1.344.553,98
    Investiertes Kapital
  • +13,7 %
    Performance (1 J)
  • 17,6 %
    Volatilität (1 J)
Ø-Perf. pro Jahr: +13,5 %

Das Geheimnis der Performance …

… wird nicht gelüftet. Als neugieriger Leser will man die Handelsidee verstehen, mit der Thomas Mathis sein wikifolio Go with the Flow auf die Erfolgsspur gesetzt hat. Doch die angegebenen Informationen sind sehr zurückhaltend und allgemein formuliert. So erfährt man lediglich, dass er Ausschau nach Trends hält. Welche Art von Trends und wie er auf diese aufmerksam wird bzw. welche Signale er nutzt, behält er für sich. Weiter gibt er an, ein aktives Portfoliomanagement zu betreiben und dass Verkäufe getätigt werden, wenn das Potenzial eines Titels nicht mehr gegeben erscheint. Die Entscheidungen trifft er mit Hilfe von Internetrecherche und Nachrichten-Portalen. Weitere Details gibt es nicht. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern setzt Mathis eher auf Fokussierung denn auf Diversifikation. Sein komplettes Kapital steckt in nur neun Einzelaktien. Die mit Abstand größten Positionen sind voestalpine und Rheinmetall, wobei er mit letzterer rund 108 % im Plus liegt. Dahinter kommen Leonardo, ASML Holding und Schneider Electric. Die Gesamtrendite von +1.553 % seit April 2013 entspricht einem jährlichen Wertzuwachs von herausragenden +26,7 %. Damit lässt Mathis sogar die meisten professionellen Hedgefonds-Manager weit hinter sich.

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DAX
MDAX
SDAX
CDAX
EURO STOXX 50
Nasdaq 100

Kennzahlen

  • +1.486,0 %
    seit 27.04.2013
  • EUR 219.594,06
    Investiertes Kapital
  • +35,4 %
    Performance (1 J)
  • 26,2 %
    Volatilität (1 J)
Ø-Perf. pro Jahr: +26,5 %

Was kommt?

Destatis eröffnet die kommende Berichtswoche mit den deutschen Einzelhandelsumsätzen und einem Update zum Verbraucherpreisindex. Einen Tag später, am Dienstag, wird letzterer zusammen mit der Arbeitslosenquote für die Eurozone offengelegt. In den USA wird am Mittwoch der ADP-Bericht zur Beschäftigungsänderung präsentiert. Der Donnerstag startet mit dem S&P Global/BME PMI Gesamtindex für Deutschland und die Eurozone. Es geht weiter mit dem Erzeugerpreisindex für die Eurozone und den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA. Am Freitag sind vor allem die durchschnittlichen US-Stundenlöhne von Interesse.

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Disclaimer: Jedes Investment in Wertpapiere und andere Anlageformen ist mit diversen Risiken behaftet. Es wird ausdrücklich auf die Risikofaktoren in den prospektrechtlichen Dokumenten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft (Endgültige Bedingungen, Basisprospekt nebst Nachträgen bzw. den Vereinfachten Prospekten) auf www.wikifolio.com, www.ls-tc.de und www.ls-d.ch hingewiesen. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Die Performance der wikifolios sowie der jeweiligen wikifolio-Zertifikate bezieht sich auf eine vergangene Wertentwicklung. Von dieser kann nicht auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden. Der Inhalt dieser Seite stellt keine Anlageberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.